Winterling
Winterlinge sind verschüttete Goldmünzen auf dem Februarboden - butterblumengelbe Schalen in grünen Halskrausen, die MIT den Schneeglöckchen blühen.
Überblick
Winterlinge sind verschüttete Goldmünzen auf dem Februarboden - butterblumengelbe Schalen in grünen Halskrausen, die MIT den Schneeglöckchen blühen und sich unter kahlen Bäumen zu Teppichen aus flüssigem Gold ausbreiten. Wo sie sich wohlfühlen, sind sie herrlich unaufhaltsam; der Trick ist, die Knollen zum Anwachsen zu bringen. (Eranthis hyemalis.)
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Europäische Laubwälder; seit Langem in den großen Wintergärten mit Schneeglöckchen und Winterlingen eingebürgert.
Aussehen
5-10 cm: einzelne, nach oben geöffnete goldene Schalen, jede auf einer grünen elisabethanischen Halskrause, die sich in der Wintersonne öffnen; wo sie eingewachsen sind, Teppiche zu Tausenden.
Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile
- Gold + Schneeglöckchenweiß = DER Winterteppich
- Blüht im Februarfrost
- Sät sich zu ganzen Flächen aus
- Fest gegen Nager und Wildverbiss
Pflege
Licht: Wintersonne unter laubabwerfenden Bäumen (die Nische der Schneeglöckchen).
Wasser: Im Winter und Frühjahr feucht, im Sommer ruhend und trocken unter Bäumen.
Boden: Humos, eher kalkhaltig, durchlässig.
Pflanzung: Der bekannte Trick: trocken gelagerte Knollen versagen oft - vor der Herbstpflanzung über Nacht EINWEICHEN und 5 cm tief setzen, oder am besten im Frühjahr Horste "im Grünen" umpflanzen wie bei Schneeglöckchen.
Winterhärte: Zonen 4-7 - eine echte Pflanze kalter Länder, die in Regionen mit milden Wintern kümmert.
Nach der Blüte: Das Laub verschwindet bis zum späten Frühjahr; vorher die Samen ausfallen lassen - der Teppich entsteht aus Samen.
Vermehrung
Vor allem Selbstaussaat (Ameisen verbreiten die Samen); grüne Horste nach der Blüte teilen.
Häufige Probleme & Schädlinge
- Trockene Knollen, die versagen (einweichen oder im Grünen pflanzen)
- Langsames Einwachsen, dann plötzliche Fülle (ab dem 3. Jahr zeigt es sich)
- Keine Schädlinge - sie ist bitter wie alle Hahnenfußgewächse
Giftigkeit & Sicherheit
Giftig bei Verzehr (Hahnenfußgewächs - herzwirksame Glykoside); Wildtiere wissen das und verzichten; Knollen vor grabenden Haustieren schützen, die übliche Pflanztiefe genügt.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Winterböden aus flüssigem Gold
- Unsterblich am passenden Standort
- Von Natur aus das Paar mit Schneeglöckchen
Nachteile
- Lotterie beim Anwachsen trockener Knollen
- Braucht echte Winter
- 9 Monate im Jahr unsichtbar
Am besten geeignet für
- Unter Buchen, Eichen, Obstbäumen
- Wintergärten mit Schneeglöckchen als Gerüst
- Eher kalkhaltige Böden
- Die Revanche der Gärtner in kalten Klimaten
Winterling - häufige Fragen
Warum sind nur 10 % meiner Knollen aufgegangen?
Winterling - ist das der giftige Eisenhut?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.