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Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Die Kapuzinerkresse ist eine der einfachsten und fröhlichsten Einjährigen überhaupt - mit runden, seerosenartigen Blättern und leuchtenden, trompetenförmigen Blüten in feurigem Orange, Rot, Gelb und Creme.

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Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)
Gießen
Junge Pflanzen gießen, damit sie einwachsen, danach in Trockenperioden…
Kategorie
Gartenpflanzen
Sprache
Deutsch

Überblick

Die Kapuzinerkresse ist eine der einfachsten und fröhlichsten Einjährigen, die man ziehen kann - eine Pflanze, die Anfänger und Kinder fast ohne Aufwand belohnt. Aus großen Samen, die schnell und zuverlässig keimen, bildet sie runde, seerosenartige Blätter und leuchtende, trompetenförmige Blüten in feurigem Orange, Rot, Gelb und Creme. Es gibt sie in buschigen, polsterförmigen Formen für Beete und Kübel sowie in hängenden oder kletternden Formen, die über Mauern fallen und an Stützen emporklettern. Das Beste: Die ganze Pflanze ist essbar, mit frischem, pfeffrigem Geschmack, und sie ist zugleich eine nützliche Begleitpflanze im Gemüsebeet. Wer eine schnelle, unkomplizierte, großzügige Pflanze sucht, findet kaum Besseres als die Kapuzinerkresse.

Herkunft & natürlicher Lebensraum

Die Gartenkapuzinerkresse stammt aus dem kühlen Hochland der Anden in Südamerika, besonders aus Peru, Bolivien und Kolumbien. In der Natur wächst sie als ausladende, kriechende Pflanze auf offenem, oft felsigem und nährstoffarmem Boden. Diese Herkunft aus dem Gebirge erklärt zwei ihrer wichtigsten Eigenschaften: Sie braucht keinen nährstoffreichen Boden, um zu gedeihen - tatsächlich bevorzugt sie mageren Boden -, und sie wächst am besten unter milden, kühlen Bedingungen statt in großer Hitze. Sie kam vor Jahrhunderten aus Amerika nach Europa und wurde schnell zu einem Liebling der Bauerngärten. Hinweis: Trotz ihres englischen Namens "nasturtium", der auch der Gattungsname der Brunnenkresse ist, ist sie nicht mit den Kressen der Gattung Nasturtium verwandt.

Aussehen

Die Kapuzinerkresse hat markante runde, schildförmige Blätter, meist mittel- bis hellgrün, manchmal panaschiert, an langen Stielen, die nahe der Blattmitte ansetzen. Die Blüten sind auffällig und trichterförmig, mit einem nach hinten weisenden Sporn, in warmen Tönen von Orange, Scharlachrot, Gold, Gelb, Mahagoni und cremigen Pastelltönen, oft mit kontrastierendem Schlund. Polsterförmige Buschtypen bleiben mit etwa 30 cm kompakt, ideal für Einfassungen und Töpfe. Hängende und kletternde Typen können sich 1,5 bis 3 m weit über den Boden oder an einer Stütze emporziehen und halten sich mit sich windenden Blattstielen fest. Die ganze Pflanze fühlt sich frisch und leicht saftig an.

Warum man sie pflanzt - Eigenschaften & Vorteile

  • Extrem einfach: große Samen, schnelle Keimung und kein Aufwand machen sie perfekt für Anfänger und Kinder.
  • Lange, großzügige Blüte: blüht vom Frühsommer bis zu den ersten Frösten.
  • Essbar und nützlich: Blätter, Blüten und unreife Samenkapseln haben alle einen pfeffrigen, kresseartigen Geschmack.
  • Gedeiht auf magerem Boden: zufrieden auf kargem Boden, auf dem anspruchsvollere Pflanzen kämpfen.
  • Vielseitige Formen: polsterförmige Typen für Töpfe und Einfassungen, hängende Typen für Ampeln, Mauern und als Bodendecker.
  • Begleitpflanze: verbreitet als "Fangpflanze" für Blattläuse gezogen und um Bestäuber in den Gemüsegarten zu locken.

Pflege

Licht & Standort

Die Kapuzinerkresse blüht in voller Sonne am besten, idealerweise mindestens sechs Stunden am Tag. Im Halbschatten wächst sie ebenfalls, bildet dort aber mehr Blätter und weniger Blüten. Ein sonniger, offener Platz ergibt die meisten Blüten.

Boden

Das ist der Schlüssel zu einer blütenreichen Kapuzinerkresse: sie in magerem bis durchschnittlichem, gut durchlässigem Boden ziehen. Nährstoffreicher, fruchtbarer, stark gedüngter Boden erzeugt üppige Blätter und sehr wenige Blüten. Keinen Dünger und keinen reichhaltigen Kompost zugeben - magerer Boden ist genau das, was diese Pflanze will.

Gießen

Junge Pflanzen gießen, damit sie einwachsen, danach in Trockenperioden mäßig gießen. Eingewachsene Kapuzinerkresse ist recht trockenheitsverträglich. Übermäßiges Gießen vermeiden und darauf achten, dass Kübel gut ablaufen, denn durchnässte Bedingungen verursachen Probleme.

Düngen

Nicht düngen. Zusätzlicher Stickstoff führt zu blattreichen Pflanzen mit kaum Blüten. Dies ist eine der seltenen Gartenpflanzen, die wirklich besser gedeihen, wenn man sie beim Düngen vernachlässigt.

Pflegearbeiten

Verblühte Blüten ausputzen, wenn man die Blüte in Gang halten und übermäßige Selbstaussaat verhindern möchte, was allerdings freiwillig ist. Hängende Triebe zurückschneiden, wenn sie ihren Platz sprengen. Ansonsten braucht die Kapuzinerkresse die Saison über sehr wenig Aufmerksamkeit.

Winterhärte & Winterschutz

Kapuzinerkressen sind frostempfindliche Einjährige. Der erste starke Frost tötet sie, und sie werden jedes Jahr neu aus Samen gezogen. In milden Klimaten säen sie sich eventuell selbst aus und erscheinen im folgenden Frühjahr wieder.

Pflanzung & Vermehrung

Kapuzinerkresse wird aus Samen gezogen und gehört zu den am einfachsten anzuziehenden Pflanzen überhaupt. Die großen Samen nach dem letzten Frost direkt an Ort und Stelle etwa 1 bis 2 cm tief säen oder einige Wochen früher drinnen in Töpfen vorziehen. Sie mag keine Wurzelstörung, daher beim Vorziehen Einzeltöpfe verwenden und vorsichtig umpflanzen. Die Keimung ist schnell und zuverlässig. Buschtypen mit etwa 25 bis 30 cm Abstand setzen. In milden Gebieten säen sie sich oft selbst aus und liefern Jahr für Jahr kostenlose Pflanzen.

Häufige Probleme & Schädlinge

  • Blattläuse: Kapuzinerkresse zieht bekanntlich Schwarze Bohnenläuse und andere Blattläuse an - genau deshalb wird sie als Fangpflanze genutzt, um Schädlinge vom Gemüse wegzulocken. Abspritzen, zerdrücken oder dulden, bis sich Nützlinge vermehrt haben.
  • Raupen des Kohlweißlings: Die Blätter sind ein Lieblingsfutter; man findet eventuell Raupen, die Löcher fressen.
  • Zu wenige Blüten: fast immer verursacht durch zu nährstoffreichen Boden oder zu viel Dünger - mager ziehen.
  • Blattprobleme: gelegentlich virusbedingte Marmorierung oder bei Feuchtigkeit einige Blattflecken; meist unbedeutend.

Ansonsten ist die Kapuzinerkresse bemerkenswert problemlos.

Giftigkeit & Sicherheit

Ungiftig und essbar. Die Gartenkapuzinerkresse gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen, und Blätter, Blüten und junge Samenkapseln werden häufig gegessen - sie haben einen pfeffrigen, kresseartigen Geschmack und sind in Salaten beliebt. Da sie essbar ist, gehört sie zu den sichersten Pflanzen rund um Kinder und Haustiere. Wie bei jedem essbaren Gewächs nur Pflanzen essen, die man selbst gezogen oder sicher bezogen hat und die nicht mit Chemikalien behandelt wurden, und sie in normalen Nahrungsmengen verwenden.

Vor- & Nachteile

Vorteile

  • Extrem einfach und schnell aus großen, anfängerfreundlichen Samen.
  • Lange, großzügige Blüte den ganzen Sommer bis in den Herbst.
  • Essbare Blüten, Blätter und Samenkapseln.
  • Gedeiht auf magerem Boden ohne Dünger.
  • Nützliche Begleit- und Bestäuberpflanze.

Nachteile

  • Frostempfindliche Einjährige - hält eine Saison.
  • Nährstoffreicher Boden oder Dünger bringt Blätter statt Blüten.
  • Ein Magnet für Blattläuse und Raupen.
  • Hängende Typen können sich weit ausbreiten.
  • Kann sich eifrig selbst aussäen.

Am besten geeignet für

  • Anfänger- und Kindergärten.
  • Sonnige Beete, Rabatten und Einfassungen (Buschtypen).
  • Blumenampeln, Mauern und als Bodendecker (hängende Typen).
  • Gemüsegärten als Begleit- und Fangpflanze.
  • Gärten mit essbaren Blüten und Bauerngärten.

Weniger geeignet für tiefen Schatten oder Gärtner, die eine dauerhafte Staude statt jedes Jahr einer neuen Einjährigen wollen.

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) - häufige Fragen

Warum hat meine Kapuzinerkresse viele Blätter, aber keine Blüten?
Der Boden ist zu nährstoffreich, oder man düngt sie. Kapuzinerkresse blüht am besten in magerem, kargem Boden ohne Dünger. Mit dem Düngen aufhören und sie beim nächsten Mal in durchschnittlichem oder magerem Boden ziehen, dann gibt es weit mehr Blüten.
Kann man Kapuzinerkresse wirklich essen?
Ja. Blätter, Blüten und junge Samenkapseln sind alle essbar, mit frischem, pfeffrigem, kresseartigem Geschmack, und in Salaten beliebt. Nur Pflanzen essen, die sicher gezogen und nicht mit Chemikalien behandelt wurden.
Warum ist meine Kapuzinerkresse voller Blattläuse?
Kapuzinerkresse zieht Blattläuse von Natur aus an, weshalb Gärtner sie als "Fangpflanze" nutzen, um Schädlinge vom Gemüse wegzulocken. Man kann die Blattläuse abspritzen oder zerdrücken oder sie Marienkäfern und anderen Nützlingen überlassen.
Lässt sich Kapuzinerkresse leicht aus Samen ziehen?
Sehr. Die Samen sind groß und leicht zu handhaben, keimen schnell und können nach dem letzten Frost direkt ins Freiland gesät werden. Sie gehört zu den besten Pflanzen für Anfänger und Kinder.
Kommt die Kapuzinerkresse jedes Jahr wieder?
Nicht als dieselbe Pflanze - sie ist eine frostempfindliche Einjährige, die der Winter tötet. In milden Klimaten sät sie sich jedoch oft selbst aus und taucht im folgenden Frühjahr von allein wieder auf.

Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.

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