Affenschwanzkaktus (Cleistocactus colademononis)
Der Affenschwanzkaktus bildet lange, hängende, pelzig weiße Triebe wie zottelige Tierschwänze - mit leuchtend scharlachroten Blüten.
Überblick
Der Affenschwanzkaktus bildet lange, hängende, pelzig weiße Triebe, die wie ein Bündel zotteliger Tierschwänze über den Topfrand fließen - und überrascht dann alle mit leuchtend scharlachroten Blüten entlang dieser Triebe. Dramatisch in einer Hängeampel und einfacher, als er aussieht, gehört er zu den auffälligsten hängenden Kakteen, die man ziehen kann.
Herkunft & natürlicher Lebensraum
Cleistocactus colademononis (der Name bedeutet wörtlich "Affenschwanz") wächst an steilen Klippen in den Bergen Boliviens und hängt dort von Felswänden herab - deshalb hängt er so natürlich aus einer Ampel.
Aussehen
Weiche, seilartige Triebe, bekleidet mit langen, haarartigen weißen Dornen, erst aufrecht, dann bis zu einem Meter oder länger herabhängend, wie zottelige weiße Schwänze. An etablierten Pflanzen erscheinen im Frühling und Sommer leuchtend scharlachrote Blüten entlang der Triebe.
Warum er so beliebt ist - Eigenschaften & Vorteile
Die Leute lieben das Spektakel - die pelzigen weißen Schwänze, die Länge, die sie erreichen, und die scharlachroten Blüten davor. In einer Hängeampel ist er ein garantierter Gesprächsstoff und überraschend anspruchslos.
Pflege
Licht
Helles Licht mit etwas direkter Sonne hält die Schwänze dicht und pelzig und treibt die Blüte an - nahe einem sonnigen Fenster oder hängend in einem hellen Vorbau. Schatten macht den Pelz dünner und lässt die Triebe sich strecken.
Gießen
Gieße, wenn die Erde abgetrocknet ist - im Sommer etwas großzügiger als bei einem Wüstenkaktus, passend zu seiner Klippenheimat, aber nie nass. Halte ihn während einer kühlen Winterruhe deutlich trockener, das fördert die Blüten.
Erde & Topf
Eine körnige, gut abfließende Kakteenerde in einem Hängetopf oder einer Ampel mit Abfluss. Guter Abfluss schützt die fleischigen Triebe.
Luftfeuchtigkeit & Temperatur
Normale Raumluft verträgt er gut. Halte ihn über etwa 8-10 °C, mit einer kühleren, trockeneren Winterruhe für die Blüte. Gute Luftzirkulation passt zu seiner Natur als Klippenhänger.
Düngen
Ein verdünnter Kakteendünger monatlich in der Wachstumszeit unterstützt die langen Triebe und die Blüte.
Umtopfen
Topfe alle paar Jahre im Frühling um und geh behutsam mit den langen Schwänzen um - leg sie über deinen Arm oder ein Handtuch. Die haarartigen Dornen sind weicher, als sie aussehen, können aber trotzdem piksen.
Vermehrung
Einfach aus Triebstecklingen: Schneide ein Stück Schwanz ab, lass es eine Woche abtrocknen und leg oder pflanze es zum Bewurzeln in körnige Mischung. Auch ganze abgelöste Schwänze wurzeln.
Häufige Probleme & Schädlinge
Fäulnis durch zu viel Wasser ist die Hauptgefahr. Wollläuse können sich im Pelz verstecken. Dünne, spärliche Pelze und keine Blüten bedeuten zu wenig Licht. Lange Schwänze sind an den Gelenken brüchig - häng den Topf dorthin, wo er nicht angestoßen wird.
Giftigkeit & Sicherheit
Der Affenschwanzkaktus ist nicht giftig für Menschen oder Haustiere, und seine langen weißen Dornen sind relativ weich, doch geh vorsichtig mit ihm um und halte die verlockend herabhängenden Schwänze außer Reichweite verspielter Katzen.
Vor- & Nachteile
Vorteile: spektakuläre pelzige hängende Triebe, scharlachrote Blüten, einfacher, als er aussieht, toll in Hängetöpfen. Nachteile: Schwänze brechen beim Anstoßen, braucht helles Licht für einen dichten Pelz, fault, wenn er nass gehalten wird.
Am besten geeignet für
Ein Blickfang für einen hellen Platz mit Raum zum Hängen - perfekt für alle, die einen Kaktus wollen, den sonst niemand in der Straße hat.
Affenschwanzkaktus (Cleistocactus colademononis) - häufige Fragen
Wie lang werden die Schwänze?
Sind die weißen Haare scharf?
Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.