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Samtpflanze / Purple Passion (Gynura aurantiaca)

Die Samtpflanze ist eine schnell wachsende Hängepflanze mit Blättern, die von feinen violetten Härchen samtig schimmern.

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Samtpflanze / Purple Passion (Gynura aurantiaca)
Licht
Helles, indirektes Licht ist ideal, gern mit etwas sanfter Morgensonne…
Gießen
Gieße gründlich, wenn die oberen 2-3 cm der Erde abgetrocknet sind, un…
Kategorie
Zimmerpflanzen
Sprache
Deutsch

Überblick

Die Samtpflanze (Gynura aurantiaca), auf Englisch "Purple Passion Plant", gehört zu den Zimmerpflanzen, in die man sich verliebt, sobald man sie berührt. Ihre grünen Blätter sind mit einem dichten Pelz aus feinen violetten Härchen bedeckt, die das Licht einfangen und der ganzen Pflanze einen weichen, samtigen, schillernd violetten Schimmer geben - anders als fast alles andere auf der Fensterbank. Sie ist schnellwüchsig, einfach, günstig und fröhlich und hängt zufrieden aus einer Ampel oder von einem Regal. Verglichen mit einer langsamen, würdevollen Palme oder Orchidee ist sie allerdings eher eine kurzlebige Pflanze zum Erneuern: Sie wächst schnell, neigt zum Vergeilen und bleibt am schönsten, wenn man sie regelmäßig entspitzt und frische Stecklinge bewurzelt. Wer eine üppige, ungewöhnliche, farbintensive Pflanze sucht, die Einsteiger mit schnellen Ergebnissen belohnt, hat an der Samtpflanze seine Freude.

Herkunft & natürlicher Lebensraum

Gynura aurantiaca stammt aus den tropischen Regionen Südostasiens, besonders aus Indonesien. Dort wächst sie als weichtriebige, hängende und kletternde Pflanze unter warmen, feuchten, halbschattigen Bedingungen zwischen anderer tropischer Vegetation.

Ihre tropische Herkunft erklärt ihre Vorlieben in der Wohnung: Sie mag Wärme, verträgt keine Kälte und keinen Frost, schätzt Luftfeuchtigkeit und will helles Licht, um ihr schönstes Violett zu entwickeln - aber keine grelle, sengende Sonne. Die violetten Härchen selbst sollen in ihrem natürlichen Lebensraum vermutlich die Blätter schützen und starkes Licht reflektieren, weshalb gutes Licht die Farbe satter macht.

Aussehen

Bei der Samtpflanze dreht sich alles um die samtige Farbe:

  • Blätter: ovale, gezähnte, leicht gesteppte grüne Blätter, dicht mit feinen violetten Härchen bedeckt, die ein flauschiges, schimmernd violettes Aussehen ergeben, besonders am Neuaustrieb sowie an Adern und Rändern.
  • Wuchs: eine weichtriebige, hängende und kletternde Pflanze, die über den Topfrand fließt oder an einer kleinen Stütze klettert.
  • Wachstum: schnell und kräftig, füllt eine Hängeampel rasch.
  • Blüten: Sie kann kleine orangegelbe Blüten bilden, doch die meisten Pflanzenfreunde kneifen sie ab - sie riechen unangenehm und signalisieren der Pflanze, abzubauen.

Junge, gut belichtete, regelmäßig entspitzte Pflanzen sehen voll und intensiv violett aus. Vernachlässigte strecken sich zu dünnen, spärlichen, vergeilten Trieben mit schwächerer Farbe.

Warum sie so beliebt ist - Eigenschaften & Vorteile

  • Einzigartiges samtiges Violett: Der schimmernde violette Glanz ist unter Zimmerpflanzen wirklich ungewöhnlich und fällt ins Auge.
  • Schnell und dankbar: Sie wächst schnell und gibt Einsteigern sichtbare, befriedigende Fortschritte.
  • Einfach und verzeihend: anspruchslos, solange sie genug Licht und Wärme bekommt.
  • Tolle Hängepflanze: perfekt für Hängetöpfe, Regale und Pflanzenständer, von denen sie herabfließen kann.
  • Mühelos zu vermehren: Stecklinge bewurzeln sich fast sofort, sodass man sie sehr einfach und günstig frisch halten und teilen kann.

Pflege

Licht

Helles, indirektes Licht ist ideal, gern mit etwas sanfter Morgensonne. Gutes Licht entwickelt das satte Violett - bei wenig Licht wächst die Pflanze grüner, dünner und vergeilter, und der samtige Glanz verblasst. Meide grelle, direkte Mittagssonne, die die weichen Blätter verbrennen kann. Verblasst das Violett, gib ihr mehr Licht.

Gießen

Gieße gründlich, wenn die oberen 2-3 cm der Erde abgetrocknet sind, und lass überschüssiges Wasser dann ablaufen. Sie bleibt gern leicht feucht, aber nicht nass, und lässt bei Durst dramatisch die Triebe hängen - richtet sich nach dem Gießen aber schnell wieder auf. Sei beim Gießen vorsichtig: Gieße am besten die Erde statt der Blätter, denn Wasser, das auf dem flauschigen Laub stehen bleibt, kann Flecken oder Fäulnis verursachen. Lass den Topf nie im stehenden Wasser stehen.

Erde & Topf

Verwende eine normale, gut durchlässige Blumenerde mit etwas zusätzlichem Perlit. Verwende immer einen Topf mit Abzugslöchern.

Luftfeuchtigkeit & Temperatur

Als tropische Pflanze mag sie mittlere bis hohe Luftfeuchtigkeit, kommt aber auch mit normalen Raumbedingungen gut zurecht. Sie mag Wärme von 18-24 °C und keine kalte Zugluft oder Temperaturen unter etwa 12 °C.

Düngen

Dünge im Frühling und Sommer monatlich mit einem ausgewogenen flüssigen Zimmerpflanzendünger in halber Konzentration. Dünge im Herbst und Winter weniger.

Entspitzen - der Schlüssel zu einer vollen, buschigen Pflanze

Das ist der wichtigste Tipp, damit eine Samtpflanze schön bleibt. Sich selbst überlassen, wächst sie zu langen, kahlen, vergeilten Trieben aus. Kneif die Triebspitzen regelmäßig aus, damit sich die Pflanze verzweigen muss und dicht, kompakt und buschig bleibt. Jede entfernte Spitze ist gleichzeitig ein kostenloser Steckling. Wird eine Pflanze schließlich zu vergeilt und müde, ist der beste Schritt, aus Stecklingen neu anzufangen, statt die alte weiter aufzupäppeln.

Zur Blüte

Die kleinen orangefarbenen Blüten riechen unangenehm und markieren den Beginn des Abbaus der Pflanze. Die meisten Pflanzenfreunde kneifen die Blütenknospen einfach ab, sobald sie erscheinen, damit die Pflanze kräftig bleibt und sich aufs Laub konzentriert.

Vermehrung

Die Samtpflanze gehört zu den am leichtesten zu vermehrenden Pflanzen überhaupt. Nimm einen Triebsteckling von ein paar Zentimetern Länge, idealerweise direkt unter einem Blattknoten geschnitten, und stell ihn in Wasser oder direkt in feuchte Erde. Wurzeln bilden sich innerhalb von ein bis zwei Wochen. Weil die Pflanze mit der Zeit von Natur aus vergeilt, ist die Vermehrung nicht nur einfach, sondern der normale Weg, ein frisches, volles Exemplar zu erhalten - entspitzen, bewurzeln, wiederholen.

Häufige Probleme & Schädlinge

  • Verblassendes Violett / grüner, vergeilter Wuchs: zu wenig Licht. An einen helleren Platz stellen und zurückkneifen.
  • Vergeilte, spärliche Triebe: mit dem Alter und bei wenig Licht natürlich - regelmäßig entspitzen und aus Stecklingen neu starten, wenn sie müde wird.
  • Blattflecken oder Fäulnis: oft durch Wasser, das auf den flauschigen Blättern stehen bleibt. Gieße die Erde, nicht das Laub.
  • Hängende Triebe: meist Durst - sie erholt sich nach dem Gießen schnell, obwohl wiederholtes Welken die Pflanze stresst.
  • Übel riechende orangefarbene Blüten: ein Zeichen, dass die Pflanze reift und abzubauen beginnt. Kneif die Knospen ab und nimm frische Stecklinge.
  • Schädlinge: Achte auf Blattläuse am Neuaustrieb sowie auf Wollläuse und Spinnmilben. Isolieren und mit insektizider Seife oder Neemöl behandeln, vorsichtig bei den zarten, behaarten Blättern.

Giftigkeit & Sicherheit

Gynura aurantiaca gilt allgemein als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen und wird nicht zu den Pflanzen gezählt, die bekanntermaßen Vergiftungen verursachen. Damit ist sie eine recht sichere Wahl für Haushalte mit Haustieren und Kindern. Wie bei jeder Pflanze kann der Verzehr großer Mengen Laub leichte Magenbeschwerden verursachen, es ist also trotzdem klug, neugierige Haustiere und Kleinkinder vom Anknabbern der Blätter abzuhalten.

Vor- & Nachteile

Vorteile

  • Einzigartiges, auffälliges samtig violettes Laub.
  • Schnellwüchsig und dankbar für Einsteiger.
  • Extrem leicht zu vermehren.
  • Tolle Hängepflanze für Hängetöpfe und Regale.
  • Ungiftig und recht haustierfreundlich.

Nachteile

  • Vergeilt ohne regelmäßiges Entspitzen schnell.
  • Das Violett verblasst bei wenig Licht.
  • Flauschige Blätter bekommen Flecken oder faulen, wenn man von oben gießt.
  • Relativ kurzlebig - am besten über Stecklinge erneuern.
  • Die Blüten riechen unangenehm und signalisieren Abbau.

Am besten geeignet für

  • Einsteiger, die schnelle, farbige, befriedigende Ergebnisse wollen.
  • Helle Plätze, Hängetöpfe und Regale, von denen sie herabhängen kann.
  • Menschen, die gern entspitzen, formen und vermehren.
  • Haushalte mit Haustieren, die eine sichere, ungewöhnliche Hängepflanze suchen.

Weniger geeignet für dunkle Räume, Pflanzenfreunde, die nie schneiden, oder alle, die ein einzelnes langlebiges, dauerhaftes Exemplar wollen.

Samtpflanze / Purple Passion (Gynura aurantiaca) - häufige Fragen

Warum verliert meine Samtpflanze ihr Violett?
Zu wenig Licht. Der satte violette Glanz entsteht nur bei hellem Licht - stell sie heller und kneif die vergeilten Triebe zurück.
Warum wird sie so lang und kahl?
Das ist der natürliche Wuchs der Pflanze. Kneif die Triebspitzen regelmäßig aus, damit sie buschig bleibt, und fang aus Stecklingen neu an, wenn sie zu vergeilt wird.
Soll ich sie blühen lassen?
Die meisten tun es nicht. Die kleinen orangefarbenen Blüten riechen schlecht und markieren den Beginn des Abbaus, deshalb kneifen Pflanzenfreunde die Knospen meist ab, damit das Laub kräftig bleibt.
Wie gieße ich sie, ohne die Blätter zu ruinieren?
Gieße direkt die Erde statt der flauschigen Blätter - Wasser, das auf den Härchen stehen bleibt, kann Flecken oder Fäulnis verursachen.
Wie ziehe ich neue Pflanzen?
Nimm einen kurzen Triebsteckling und stell ihn in Wasser oder feuchte Erde - er bewurzelt sich innerhalb von ein bis zwei Wochen. Sie gehört zu den am leichtesten zu vermehrenden Pflanzen.

Diese Seite dient der allgemeinen Information. Hinweise zur Giftigkeit ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung - bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich sofort an einen Giftnotruf, eine Arztpraxis oder eine Tierarztpraxis.

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